Folgende Beiträge, Artikel und Literatur soll zum Nachdenken über unsere Gesellschaft und Umwelt anregen. Wir würden uns sehr freuen, auch von anderen Gemeindebürgern interessante Beiträge zum Thema zu erhalten.
Weizsäcker, Ernst Ulich, et. al. (2010): Faktor Fünf - Die Formel für nachhalteiges Wachstum. Droemer Verlag.
Mit Faktor Fünf, dem neuen Bericht (nach Faktor Vier (1995)) an den Club of Rome, zeigen die Autoren, wie sich in Gebäuden, der Stahl- und Zementindustrie, in der Landwirtschaft sowie im Verkehr Energie, Wasser und andere Ressourcen um gut 80% einsparen lassen. Im zweiten Teil des Buches folgt eine Reflexion der Entwicklung seit dem Erscheinen von Fakort Vier mit dem ernüchternden Ergebnis, dass die darin beschriebenen Vorschläge zur Energie- und Ressourcenreduzierung wenn überhaupt, dann nur minimal umgesetzt wurden. Es wird beschrieben, wie sich die politischen, wirtschaftlichen und letztendlich auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ändern müssten um hier maßgebliche, nachhaltige Erfolge zu erzielen.
Diamond, Jared (2006): Kollaps - Warum Gesellschaften überleben oder untergehen. Fischer Verlag.
In seinem Bestseller "Arm und Reich" mit dem er 1998 den Pulitzer Preis gewann, widmete sich Jared Diamond der Frage: "Warum Gesellschaften während der letzten 13000 Jahre auf den einzelnen Kontinenten so unterschiedlich schnell aufgestiegen sind?"
In "Kollaps" geht Diamond der Frage nach: "Warum frühere Gesellschaften zusammenbrachen und schließlich verschwanden?" Diamond beurteilt dabei die Zusammenbrüche (z.B. der Osterinseln, Maya, Wikinger auf Grönland, ...) an fünf Faktoren: Umweltschäden, Klimaveränderungen, feindliche Nachbarn, freundliche Handelspartner sowie der Reaktion einer Gesellschaft auf ihre Umweltprobleme. Diamond geht dabei nicht nur auf die Zusammenbrüche vergangener Gesellschaften ein. Er zeigt auch die Probleme heutiger Länder auf und zeigt im Schlußkapitel nochmals die praktischen Lehren auf.
Pakenham, Thomas (1994): Der kauernde Löwe - Die Kolonialisierung Afrikas 1876-1912. Econ Verlag.
Bis in die Mitte der Siebzigerjahre des 19ten Jahrunderts war Afrika für die damaligen Kolonialmächte ein unbekanntes Land. Lediglich einzelne Forscher - allen voran David Livingstone - trugen Eindrücke dieses gewaltigen Kontinents nach Europa. Doch ab ca. 1875 entbrannte ein Wettlauf über die besten Stücke Afrikas zwischen den Kolonialmächten. Eindrucksvoll beschreibt Pakenham die Aufteilung Afrikas unter den Kolonialmächten in nur ca. 30 Jahren.
Welzer, Harald (2009): Klimakriege - Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird. Fischer Verlag.
Das ernüchternde Ergebnis dieses Buches: "Die Zahl der lokalen, nationalen und internationalen Konflike und Krisenherde um unsere lebensnotwendigen Ressourcen (Land, Wasser, Nahrung (z.B. Fisch)) nimmt zu!"